Hallo, Ich bin Eli Menighetti

Ich zeige Pädagog:innen und pädagogischen Fachkräften, wie Montessori den Alltag im Kindergarten und in der Grundschule bereichert und erleichtert — für die Kinder und für dich, Schritt für Schritt und genau dort, wo deine Gruppe gerade steht.
Als ich entschied Lehrerin zu werden, war für mich von Anfang an klar, dass ich nicht die sein werde, die die ganze Zeit vorne steht und erklärt, während die Kinder schweigend zuhören.
Ich wollte Kinder sehen, die sich etwas zutrauen, die von sich aus neugierig werden und echte Lernfreude spüren. Schule sollte ein Lebensort sein.
Diese Überzeugung hat mich durch mein Studium getragen und mich schlussendlich zu Montessori geführt.
Der Weg begann mit einer Überzeugung
Ich studierte an der Pädagogischen Hochschule in Linz/Österreich Sonderpädagogik und Grundschullehramt parallel und lernte erste Ansätze der Reformpädagogik kennen, von Waldorf über Freinet bis Montessori und andere. Wir bereiteten Stunden vor, die offen und handlungsorientiert waren, angepasst an die Bedürfnisse der Kinder. Genau so wollte ich arbeiten.
Die Realität zeigte mir aber schnell, wie groß die Lücke zwischen inspirierender Theorie und gelebtem Schulalltag sein kann. Etwas, das sehr viele Pädagog:innen kennen, die mit Begeisterung in den Beruf gestartet sind.
Und dann kam noch ein unerwartetes Hindernis hinzu: Als ich 2007 meine Diplome in der Hand hielt, warteten in meiner Region mehr als hundert Absolvent:innen auf eine Lehrer:innenstelle. Der Arbeitsmarkt war gesättigt.
Also beschloss ich, einen anderen Weg zu gehen.


Der Wendepunkt — eine Brennpunktschule
in Südfrankreich
Ich bewarb mich in Frankreich — ursprünglich nur für ein Jahr — und bekam eine Stelle als Deutschlehrerin an einer Grundschule in Südfrankreich. Was ich jedoch vorher nicht wusste: Es war eine Brennpunktschule mit zahlreichen Herausforderungen.
Als ich das erste Mal in die Klasse trat, war die Ernüchterung groß: Kahle Wände. Kinder, die nichts anderes als klassischen Frontalunterricht kannten. Kaum Lernfreude und das Gefühl, dass hier etwas grundlegend fehlt.
Für mich war sofort klar, dass ich anders unterrichten werde.
Ich baute meinen Unterricht nach meinen eigenen Regeln auf: handlungsorientiert, mit Bewegung, mit konkreten Materialien — und mit echter Verbindung zu den Kindern. Wir lachten viel.
Das Ergebnis nach 3 Jahren
sprach für sich:
Die Lernergebnisse stiegen deutlich an, auch leistungsschwache Kinder entwickelten echte Freude am Lernen — und 70% der Schülerinnen wählten Deutsch in der weiterführenden Schule, wo diese Quote zuvor bei 30% gelegen hatte.
Jahre später erfuhr ich, dass meine Gruppe den jahrgangsstärksten Abschluss in Deutsch in der Oberstufe hatte. Eine Kollegin, die dieselben Kinder beim Abitur begleitete, sagte mir: „Sie sprechen noch immer von deinem Unterricht."
Damit wurde eines klar: Was wirklich trägt, ist nicht die Methodik allein, sondern die Haltung dahinter, die echte Verbindung zum Kind und das Vertrauen in seine Fähigkeiten. Ich hatte dieses Werkzeug bereits in mir und spürte gleichzeitig, dass da noch viel mehr möglich ist.


Montessori — ein Schatz, der sich Stück
für Stück öffnete
Ich blieb in Frankreich, arbeitete zwischendurch als Sonderschullehrerin in Österreich mit Kindern mit Lernschwächen und Neurodivergenz — und startete meine erste Montessori-Ausbildung.
Was ich dort fand, war kein starres System, sondern ein vollständiges pädagogisches Konzept, das Kinder in ihrer Entwicklung grundlegend unterstützt und Pädagog:innen die Arbeit wirklich erleichtert.
Ich vertiefte mein Wissen und schloss das AMI-Diplom ab (Association Montessori Internationale), den höchsten internationalen Abschluss in diesem Bereich.
In den folgenden Jahren baute ich zwei Montessori-Kinderhäuser und eine Montessori Schule in Frankreich mit auf, begleitete die Kinder täglich und übernahm die pädagogische Leitung.
Was mich bis heute trägt: der Moment, wenn ein dreijähriges Kind zum ersten Mal selbstständig eine Arbeit wählt und dabei völlig versinkt. Diese Konzentration und innere Ruhe — sie ist das Ergebnis einer vorbereiteten Umgebung und eines Erwachsenen, der loslassen kann.

Montessori kennt keine Grenzen.
2016 wurde mein Sohn geboren. Was ich jahrelang in Einrichtungen beobachtet hatte, durfte ich nun von Anfang an selbst erleben: mein Kind, das mit Montessori aufwächst, zweisprachig deutsch/französisch und alles in seinem eigenen Tempo. Es prägt mich weiterhin und es erinnert mich tagtäglich daran, dass wir Erwachsene fortlaufend am Weg sind.
Heute lebe ich mit meiner Familie in Südfrankreich, dem Land, das mich einmal für ein Jahr aufgenommen hat und nicht mehr losgelassen hat. Ich bin regelmäßig in Österreich und in meiner Freizeit am liebsten in der Natur unterwegs. Und Westafrika hat mein Herz gestohlen: Ich reise dorthin mit meiner Familie, wann immer es möglich ist und unterstütze in Senegal einen Kindergarten und eine Grundschule mit meinem pädagogischen Montessori-Wissen.
Eines bestätigt sich mir jedes Mal aufs Neue: Kinder sind überall dieselben: sie wollen gesehen werden, wachsen und die Welt mit eigenen Händen begreifen.

Montessori ist keine Pädagogik des letzten Jahrhunderts, sondern eine Pädagogik, die ihrer Zeit voraus war. Und heute aktueller ist denn je.

Meine Überzeugung: Montessori gehört in jede Einrichtung
Seit 2020 habe ich über 190 Pädagog:innen ausgebildet und ich sehe dabei immer wieder: Montessori-Pädagogik gehört nicht nur in die Privatschule, sondern in den Kindergarten um die Ecke, in die Schule mit dreißig Kindern und einem vollen Lehrplan. Genau dort wollte Maria Montessori ihre Pädagogik — und genau dort wirkt sie unheimlich stark.
Sie selbst hat ihre Pädagogik unter einfachsten Bedingungen entwickelt und gezeigt: Was im Alltag trägt, ist nicht nur die Ausstattung, sondern vor allem die Haltung zum Kind.
Der Kern ist einfach und gleichzeitig tiefgründig: Kinder wollen von Natur aus lernen, handeln und verstehen. Sie brauchen keine Belohnungen und keinen Druck, sondern eine Umgebung, die ihnen vertraut.
Selbstbestimmtes, bedeutsames Lernen, handlungsorientiert und be-greifbar, begleitet von einem Erwachsenen, der loslassen kann. "Hilf mir, es selbst zu tun", dieser eine Satz von Maria Montessori birgt das gesamte Konzept in sich.
Was Montessori damals intuitiv erkannte, bestätigt die Neurowissenschaft heute: Kinder lernen am besten, wenn sie selbst handeln, entscheiden und erleben.
Absolvent:innen der Ausbildungen berichten immer wieder: Es verändert sich vieles bei den Kindern und ihrem Zugang zum Lernen. Aber das Erste, das sie spüren, ist etwas anderes: sie selbst gehen wieder leichter in die Arbeit. Mit mehr Klarheit, mehr Ruhe und dem Gefühl Ich weiß, was ich tue, und es wirkt.
Montessori-Pädagogik hat mir gezeigt, dass es dieses Mehr gibt — in jeder Einrichtung und mit jedem Kind. Genau das gebe ich nun in den Ausbildungen weiter. Schritt für Schritt, in deinem Tempo und in deiner Realität.
Ich freue mich, dich kennenzulernen und bei deinem Montessori-Weg zu begleiten.
Herzlichst, Eli

Montessori Ausbildung
Kleinkind 1 - 3 Jahre

Montessori Ausbildung
Kinderhaus 3 - 6 Jahre

Montessori Ausbildung
Grundschule 6 - 10 Jahre


